Meine MS und ich

Als erstes möchte ich euch nicht vorenthalten, dass ich an Multiple Sklerose (in allen Beiträge auch MistStück oder Diva genannt) erkrankt bin! Die gesicherte Diagnose bekam ich am 03.05.2011 im Neurozentrum Freiburg.

September 2009 bekam ich den ersten Schub, doch da hieß es nur ich sei überbelastet und solle mich bitte in die psychiatrische Ambulanz melden, da könne mir geholfen werden. Natürlich tat ich das nicht, warum denn auch. Mental war ich Topfit nur leider hat mein Körper ziemlich arg gestreikt. Der erste Schub verlief so, dass von jetzt auf jetzt meine rechte Körperseite ab der Hüfte abwärts gelähmt war. Mit viel Physiotherapie, Yoga und positiver Einstellung hat sich zum Glück der Schub komplett zurückgebildet.

Bis zum 15.02.2011 hatte ich Ruhe. Doch unter sehr starker mentaler Belastung – war sehr sehr angespannt da ich die Theorieprüfung Führerschein absolviert hatte – bekam ich eben am 15.02. ein Tag nach meiner Theorieprüfung den zweiten Schub der sich auf der kompletten linken Körperseite bemerkbar machte. War komplett gelähmt, also linke Körperhälfte und das Einzige was noch relativ gut funktionierte war mein Kopf.

Vom 15.02.’11 bis zum 02.05.’11 war es die Hölle, denn keiner wusste was ich habe und im Krankenhaus machten sie nicht einmal den Anstalt mich ins MRT zu schicken. Bis ich am 02.05. zu meiner jetzigen Neurologin ging und am nächsten Tag, nach der Lumbalpunktion in der Uniklinik, die gesicherte Diagnose Multiple Sklerose bekam. Natürlich hat sie mir Betaferon verschrieben. Nahm es auch etwas mehr als 1/2 Jahr. Knapp 5 Monate hatte ich aber so starke Nebenwirkungen (Erbrechen, jeden Tag über 5 Monate 41 Fieber) – klar man sagte mir es braucht halt seine Zeit bis der Körper sich dran gewöhnt – dass ich mich entschied, von jetzt auf jetzt damit aufzuhören. 2 Tage nach dem absetzen ging es mir schon zu ca. 85 % viel viel besser.

Nun ab diesen Augenblick habe ich mich entschieden keinerlei Basistherapie mehr zu machen, auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt. Ich habe mich nicht dagegen entschieden, weil ich die Medikamente jetzt verschwöre, sondern ich auf fast allen sehr starke Nebenwirkungen aufweise. Mein Körper will partout nichts nehmen. Toi toi toi, bis jetzt blieb ich seit 2011 Schubfrei. Ja es ist ein harter Kampf, vor allem gegen/mit sich selber, doch es lohnt sich!

Kann ich euch nur mit auf dem Weg geben, dass ihr bitte bitte niemals aufgibt. Egal was oder wer euch in die Quere kommt.

Also haltet die Ohren steif und die Arme breit, wer weiß wer euch in die Arme fliegt.

Eure,

Claudia

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