Persönliche Sicherheit vs. Ausnahmezustand

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Eigentlich wollte ich darüber kein Beitrag schreiben, doch es beschäftigt mich so sehr, dass ich mir irgendwie „Luft“ verschaffen muss!

Wie viele von euch wissen geht bei mir zurzeit nicht so sonderlich viel, da mir die doofe MistStück zu schaffen macht. Doch wenn ich nach draußen schaue, sehe, dass die Sonne scheint, ja dann muss ich raus egal wie es mir geht. Also tat ich heute das gleiche, wie ihr unschwer an meinen Storys auf Instagram gesehen habt.

Vorab noch, ich wurde heute von der lieben Moni (ihr findet sie auf Instagram unter @bye_bye_baby_) gefragt ob ich in Bad Krozingen auf Reha sei. Nein bin ich nicht, ich wohne in der Nähe und ist fast mein täglicher Ritual in den Duft- und Kräutergarten zu gehen. Einfach nur mal die Lage „abzuchecken“ was Neues entsteht. Ich bin auch sehr sehr dankbar an einem so schönen Ort wohnen zu dürfen, denn es ist ein wahres Paradies.

Ich bin so dankbar Nahe eines so schönen Ortes wohnen zu dürfen

So jetzt aber zurück zu meinem heutigen Tag – Freitag, den 13. wohl gemerkt –! Der wahre Grund warum ich aus dem Haus gegangen bin war, dass ich noch einkaufen musste. Dann dachte ich mir ich verbinde das nützliche mit dem angenehmen. Hat auch gut geklappt, war begeistert wie innerhalb von nicht einmal einem Tag alles zum Leben erwacht ist. Wie mächtig die Natur doch ist, wieviel Neugier sie an den Tag legt, nur um schneller, doller, bunter strahlen zu dürfen.

So magisch, so schön und so einzigartig

Was aber an diesem Tag anders war, war die Tatsache, dass mitten auf den Gehwegen im Kurpark lauter Streifenfahrzeuge unterwegs waren. Nun gut, dachte mir nichts dabei und lief weiter (ja klar, ein Schnappschuss musste her). So, ich kam in den Kräutergarten an, schoss ein paar Bilder und plötzlich kamen aus dem nichts 4 junge Männer (wo genau sie herkamen keine Ahnung, doch sie sprachen arabisch), einer von ihnen meinte „guck, eine typisch deutsche Frau!“.

Wie war das: Dein Freund und Helfer! JA

Ja verdammt ich war heute mit Jogging Hose, Kapuzenweste unterwegs. Mein Herz schlug immer schneller, denn ich war nicht nur alleine, sondern leider auch gegen 4 nicht wirklich eine große Chance. Klar habe ich Kampfsport gemacht, aber wurde nie ausgebildet 4 kräftige Männer aus dem Raum zu fegen. Dann ließ ein anderer wieder ein Spruch los „hey, die hat Geld! Was glaubst du ist die Kamera wert?“. Hm, dachte ich mir! Wenn die nur Geld wollten, dann wäre sie sicherlich nicht bei mir hängen geblieben.

Dann packte mich einer am Oberarm und schwupp aus dem Nichts hörte ich Polizeibeamten wie sie schrien „Lassen sie sie los wir haben sie im Visier!“ Dann ging alles recht schnell und ich konnte aufatmen. Zwei von denen waren wohl gesucht. Nachdem meine Personalien aufgenommen wurden, fing ich an irgendwie zu hyperventilieren und fragte die Beamten „Wie wollen sie denn das Problem lösen? Ich fühle mich nicht mehr sicher! Soll ich sie jedes Mal anrufen, wenn spazieren laufen will und sie gehen mit?“

NEIN, natürlich sind nicht alle so! Ich bin selber nicht von hier, doch leider Gottes gibt es bestimmte Personen die haben nichts mehr zu verlieren und gehen auf „schwächere“ los! Na klar ging mir kurzzeitig die Pumpe, verkrampfte mich, die Anspannung war deutlich zu spüren. Doch wie reagiert man in ein solchen Moment? Natürlich versuchte ich nicht panisch zu werden, mir schnell überlegt was zu tun ist und wenn man merkt, dass zum Schluss nur noch ein Wunder hilft, dann wird es einem anders. Dann hofft man, dass schnell Erlösung kommt und JA egal welche Erlösung dann das ist. Doch schlussendlich hofft man, dass alles gut wird, alles ein gutes Ende nimmt.

Auch wenn das alles nun ein gutes Ende genommen hat, denkst man trotzdem was hätte alles passieren können. Vor allem der Blick in diese Gesichter, eine Mischung aus Hass, Vergnügen, der gewisse Kick, nichts mehr zu verlieren haben, ja das macht einem ein wenig Angst. Denn man selber hat die Situation nicht mehr unter Kontrolle, man weiß nicht was jeden Moment passieren kann.

Doch auch solche Momente des Kontrollverlustes gibt es im Leben und ich kann jedem nur empfehlen, EGAL wie sehr das Herz schlägt oder wie sehr euch die Angst dominiert, zeigt es nicht. Versucht nach außen gelassen zu sein, glaubt mir das hilft ungemein. Ja, ich hätte auch panisch, hysterisch, schreiend um mich hauen können, aber es wäre mir nicht geholfen, denn die wären ausgetickt. Auch wenn es mir sehr sehr schwergefallen ist, entschied ich mich dann doch ruhig zu bleiben.

Und mein Fazit nach diesem Vorfall: Ich werde eine gewisse Zeit Schwierigkeiten haben, wenn ich alleine unterwegs bin. JA ich werde selbstverständlich noch alleine um die Häuser ziehen (am helllichten Tag versteht sich) und ja mein Lächeln trotzdem nicht verlieren und ja jedes Mal hoffen, dass ich heile nach Hause komme. Aber irgendwie kaum zu glauben wie sich das alles innerhalb eines Jahres geändert hat. Nicht einmal vor einem Jahr war die liebe Sabine (@kleinegrauewolke) und Alper (@alpertunc) hier und haben mit mir für 1000 Gesichter gedreht. Jetzt knapp ein Jahr danach, ist es anders alleine durch den Kurpark zu laufen.

Verzeiht bitte für diesen langen Text, doch ich musste es aufschreiben, damit ich mit dieser Situation „abschließen“ kann. Kommt gut durch Tag und das Wochenende meine Lieben, lasst euch nicht ärgern. Ich wünsche euch natürlich auch ein sonniges, schönes, magisches Wochenende mit unvergesslich schöne Momente. Fühlt euch gedrückt.

Eure,

Claudia

 

 

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