Absicherung für die Zukunft

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Dieser mutmachenden Beitrag von der lieben Azra ist der zweite Gastbeitrag worüber ich mich sehr freue, auch das Vertrauen, dass sie mir entgegenbringt mit einem weiteren Beitrag. In diesen geht es um die Zukunft eines beinahe jeden MSlers, denn nicht jeder hat das Glück durch die Familie, durch den Partner abgesichert zu sein. Ja, es braucht solche Menschen wie die liebe Azra, die sich die Mühe machen, die Zeit für/in einen guten Zweck investieren, nämlich in die Zukunft eines Betroffenen.


Schwäbische Redensart „Wir arbeiten und dann sterben wir“!
Unser Leben wird dirigiert vom Geld. Wir müssen nicht nur für unser Überleben zahlen, sondern auch für das, was das Leben lebenswert macht. Und jeder von uns hat träume: manche haben materialistische Träume – ein Haus, ein schickes Auto, auch mal Marken Pumps -, andere haben Ziele als Träume – eine Familie gründen, mal in ein fernes Land reisen. Aber was hat das alles gemeinsam? Wir brauchen Geld dazu!
Ich bin Studentin, ich arbeite als Aushilfe in einem Klamottenladen und verdiene, wenn’s hochkommt tatsächlich die 450€, mit denen der Job ausgeschrieben ist. Wenn ich meine Familie nicht hätte, könnte ich meine Miete nicht zahlen. Warum zu Teufel mache ich das? Na, weil man mir gesagt hat, dass wenn man studiert hat, später leichter mehr Geld verdienen kann! Dass die Arbeit dann meist spaßiger ist! Dass es einen weiterbringt im Leben!
Aber ich habe MS. Ich habe es wenigstens noch geschafft, vor der Diagnose eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, aber die meisten haben dieses Glück nicht. Und auch wenn ich keine MS hätte: warum arbeitet man sein ganzes Leben, legt zurück und bekommt doch auf’s Maul, wenn man seine „Freizeit“ in der Rente nur schauen muss, überleben statt leben zu können? Sauerei! Die Politik ist weit hinterher das deutsche Rentenproblem zu lösen, geschweige denn uns zu informieren, wie es tatsächlich aussieht. Stattdessen sagen sie irgendwelche Millionenzahlen, die sich eh keiner vorstellen kann. Unser Geld liegt auf irgendwelchen Banken, wo es kaum mehr wird, auf Sparbüchern, die einen Zinssatz von 0,001% haben – Tendenz sinkend! – aber wir tuen nichts. Jeder von uns hat Geld. Und wenn jetzt jemand kommt und sagt „Nee, sorry, ich habe nicht genug, um es wegzulegen.“, dann schaut euch bitte noch mal an, von was ich lebe. Und das geht auch.
Jeder hat Geld. Manche mehr, manche weniger. Warum schaffen wir es also nicht, jeden Monat, einfach mal einen 50€-Schein so wegzulegen, dass er mir dann etwas bringt, wenn ich ihn wirklich brauchen werde. Nicht auf der Bank, denn die kann pleite gehen. Nicht unterm Kopfkissen, denn wer macht das heute noch so? Nicht an der Börse, denn die ist stressig und keiner von uns ist wirklich bewandert auf diesem Gebiet. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten. Ich war selbst zu faul und zu unwissend, um mich damit zu beschäftigen. Mir war es auch unangenehm, dass ich nichts verstanden habe. Klar, wer will schon zu hören bekommen, dass man alles bisher falsch gemacht hat?
Ich will nicht blindlings gegen eine finanzielle Mauer brettern, kämpfen müssen um jeden Groschen, will mich nicht von meinen Kindern durchschleifen lassen müssen. Unsere Kinder, die werden nämlich noch viel weniger Rente bekommen als wir. Und sie werden vielleicht auch mal krank. Niemand von uns will ins Heim, aber etwas anderes kann man sich nicht leisten.
Ich kann euch nicht versprechen, dass ich eure Probleme löse, dass ich euch heile oder dass ihr Multimillionäre im Alter sein werdet, aber ich kann euch beraten. Ich kann euch errechnen, wie viel ihr tatsächlich bekommen werdet, ich kann euch die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie ihr das Geld, das ihr besitzt mehr werden lassen könnt. Und ihr könnt immer Nein sagen. Denn ich mache diesen Job, zusätzlich zu meiner Leidenschaft auf akademischen Gebiet, weil es nötig ist.
Unwahr bitter nötig. Mein Job ist es nicht euch etwas zu verkaufen, sondern euch zu beraten. Mein Geld bekomme ich auch so. Meine tollen 450€ pro Monat. Hier geht es um den Menschen und der Mensch, der will leben, nicht existieren.

Vielen lieben Dank dir liebe Azra 🙏🏻, dass du so mutig bist dich für andere einzusetzen, sie aufzuklären, wenn sie denken es gäbe keine Chance mehr für sie. Wir brauchen nicht nur mehr Aufklärung was die Multiple Sklerose angeht, sondern auch mehr mutige Menschen.

Die liebe Azra findet ihr auf Instagram unter @anneliese.und.ich❗❗❗

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