So viele Gedanken..

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OMG, ja schon wieder ein Beitrag. Dieses Mal füge ich euch ein Screenshot hinzu, damit ihr auch seht, dass ich all die Geschichten NICHT erfinde!

Gestern wurde ich mit einer sehr außergewöhnlichen Frage konfrontiert, na zumindest wurde mir diese Frage noch nie so offensichtlich gestellt, äh direkt. Ihr fragt euch bestimmt um was für eine Frage es sich handelt, richtig? Nun, hier ist sie:

  • „HAST DU SCHON MAL VERSUCHT DICH UMZUBRINGEN?“

WHAAAAT?

Warum denn?? Nur weil ich eine unheilbare Erkrankung habe? Die Antwort lautete: „Ja!“

Aaaaaahjaaaaa!!!

Ähhh, „NÖÖÖÖÖÖ, habe ich nicht!“, warum denn auch? Es ist ok so wie es ist, auch wenn es manchmal alles andere als leicht ist, aber mir deswegen das Leben nehmen??!! Dafür bin ich zu neugierig und hungrig auf das Leben!

Dennoch hat mich diese Frage nachdenklich gestimmt! NEIN nicht, weil ich daran denke! Sondern eher WIE kommen Menschen auf die Idee man würde sich das Leben nur weil man chronisch krank ist?! Im ersten Moment dachte ich mir als die Frage kam: „Was hat dieser Mensch so schlimmes erleben müssen, dass er auf solche Gedanken kommt, wenn er nur von einer chronischen Erkrankung hört?“

Wurdet ihr auch schon mal so etwas gefragt? Wenn ja, was habt ihr darauf geantwortet? Bin doch etwas neugierig.

Natürlich ist es schwer, nach der Diagnose wieder Vertrauen in die Situation doch vor allem in sich selber zu gewinnen, aber deshalb muss man doch nicht gleich den Löffel abgeben. Na zumindest ist es meine Meinung. Denn das Leben ist voll gefüllt mit Alternativen, mit Chancen die wir vielleicht nicht gehabt hätten, wenn die Diagnose nicht „dazwischen“ gekommen wäre.

Ja ich Phasen wie jetzt zurzeit, die von Fatigue und starken Schmerzen geprägt sind, ist man zusätzlich erschöpft. Man hat das Gefühl man packt das nicht mehr, doch dann wird man wieder vom Alltag eingeholt und davon was alles noch erledigt werden will. Und meine Waffen seit Jahren dagegen ist „HINEINHÖREN“ ins Geschehen. WAS möchte mir mein Körper denn genau sagen, dass es ihm in dem Moment so miserabel geht.

Diese Frage hat mich im ersten Moment etwas erschrocken, doch machte mir klar wie wenig die Menschen da draußen über die MistStück Bescheid wissen. Wie viel Aufklärungsarbeit noch von Nöten ist um den Menschen die Angst davor zu nehmen. Denn diese Vorurteile, falsche Einschätzungen, werden nur solange kursieren bis wir wirklich mit geballter Kraft für die Aufklärung dieses Mysterium gesorgt haben. Findet ihr nicht auch?

Was ich seit Monaten beobachte ist die Tatsache, dass sehr wenige Menschen auf mich zukommen und direkt Fragen „Claudia was ist diese MS? Kannst du es mir bitte kurz erklären!“, aber ich dafür umso mehr zu hören bekomme „Puuh Claudia, mir würde es tierische Angst machen, wenn ich wissen würde, dass mein Gehirn von Tag zu Tag immer mehr abbaut!“, „zu wissen, dass man so schwerbehindert ist, würde mir schlaflose Nächte bereiten!“

Na ein Glück wurde „ES“ schon verfilmt, sonst könnte man all diese Horrorvorstellungen die die Menschen mit sich tragen, zusammenführen und eine Neuverfilmung von Stephen King draus machen.

Also werde ich ab sofort so viele Beiträge schreiben bis den Menschen die Angst vor dieser MistStück genommen wird. Bis diese Menschen sagen können: „Na klar habe ich MS, na und die bringt mich weder um noch nimmt die MistStück mir die Lebensfreude!“

– “Das Leben ist da um gelebt zu werden” –

Ich würde es mir vom Herzen wünschen, dass wir das gemeinsam Rocken, dass wir gemeinsam für die nötige Aufklärung und so eventuell vielen Menschen da draußen die Angst vor der MS oder einer chronischen Erkrankung, nehmen.

Seid ihr dabei?

In diesem Sinne habt noch einen tollen Mittwoch und lasst euch nicht ärgern. Vergesst nicht zu lächeln, es lohnt sich.

Eure,

Claudia

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